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Arbeitskreis Visaangelegenheiten. Freier Reiseverkehr in Europa
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Wostok

Liebe Mitglieder des BDWO.

Die Übernahme des Arbeitskreises aus den Händen Herrn Hinrichs ist eine große Freude und Herausforderung zugleich.
Mein Name ist Barbara Lachhein. Seit 2015 bin ich Vorsitzende der Gesellschaft für Deutsch-Russische Begegnung in Essen, e.V. Wir pflegen mit Essens Partnerstadt Nischni Nowgorod enge Kontakte mit aktiver Reisetätigkeit im Rahmen unserer Projekte, anlassbezogener Besuche und beteiligen uns an Treffen über die Grenzen der Städtepartnerschaft hinaus. Dadurch konnte ich viele Erfahrungen bei der Beschaffung von Visa für Reisen nach Russland und Deutschland sammeln und manche Hürden mit Hilfe des BDWO nehmen.
In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass der Arbeitskreis, verkörpert durch engagierte und erfahrene Mitstreiter, bei Fragen immer ansprechbar war, hilfreich und zuverlässig zur Seite stand. Dieser Weg soll auch weiterhin beschritten werden.

Für Reisen nach Russland kooperieren wir eng mit der Visaabteilung der Botschaft in Berlin und dem Generalkonsulat in Bonn. Dort bekommen wir Informationen aus erster Hand.
Für die Reisen im Rahmen im Zusammenhang mit der Vereinsarbeit besteht die Möglichkeit, ein humanitäres Visum zu beantragen, sofern der Zweck der kulturellen, wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit, dem Sport-, Schul- und Jugendaustausch dient. Dadurch entfallen Visagebühren.
Die Bearbeitung dauert ca. 14 Tage, eine schneller gewünschte Visaerteilung ist kostenpflichtig. Eine rechtzeitige Beantragung ist empfehlenswert.
Für erste Auskünfte stehen zur Verfügung:
- die Visaabteilungen der Konsulate der Russischen Föderation in Berlin, Bonn, Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig, München
- das Visazentrum Berlin:
Tel.: +49 (0) 30 – 226 51 184
E-Mail: info.rusberlin@russia-visacentre.com
Webseite: https://russische-botschaft.ru/de/consulate/visafragen/russische-visazentren/
Unterlagen können die Antragsteller beim Visazentrum nach vorheriger Terminbuchung im Online-Terminvergabesystem einreichen.

Unter den Pandemiebedingungen gelten Sonderregelungen, die kurzfristigen Änderungen unterliegen können.
Webseite: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/russischefoederation-node/russischefoederationsicherheit/201536

Für Reisen von Partnern aus Russland nach Deutschland bedarf es einer Einladung von deutscher Seite sowie einer Visabeantragung bei der deutschen Botschaft in Moskau bzw. deren Zweigstellen.
Webseite: https://germania.diplo.de/ru-de/service/05-VisaEinreise
Bei konkreten Fragen können Sie uns direkt ansprechen: visa@bdwo.de
Auch unter den gegenwärtigen Bedingungen sind Begegnungen möglich.
Im Dezember letzten Jahres reisten Vertreter aus Deutschland nach Pskow, um an dem lange von Bernd Schleberger und Andrey Zarjov (Initiative Pskow) vorbereiteten Treffen „Das Recht auf Arbeit für Menschen mit Behinderungen” teilzunehmen. In Essen absolvieren zurzeit vier junge Menschen aus Nischni Nowgorod ein Freiwilliges Soziales Jahr im Rahmen des Europäischen Solidaritätscorps. Bestimmt gibt es in den Vereinen weitere Beispiele, die ermutigen, das Machbare aktiv in die eigenen Hände zu nehmen.
Wenn Sie aktuelle Erfahrungen zum Thema haben, die für andere nützlich sein können, stellen Sie diese bitte zur Verfügung.
 
Gutes Gelingen, Gesundheit und Freude wünscht
Ihre Barbara Lachhein


Mit der Umsetzung des Schengener Abkommens zur Öffnung der Europäischen Binnengrenzen können die Bürger der Europäischen Union heute ungehindert von Grenzkontrollen durch die EU reisen. Aber so befreiend Schengen nach innen wirkt, so hart wirkt es gerade an den östlichen Außengrenzen, besonders hart seit dem sogenannten Visaskandal der letzten Jahre. Allen nichtstaatlichen Organisationen, denen daran liegt, mit ihren Partnern und Freunden in Rußland und den GUS-Staaten ungehindert zu kooperieren und gegenseitig feste Bindungen einzugehen, ist es ein mehr als berechtigtes Anliegen, die Menschen trennende Funktion der Grenzen zu überwinden. Von diesem Ziel sind wir weit entfernt.
Wir plädieren entschieden für eine die Verfahren vereinfachende, großzügige Anwendung, deren Geist im Sinne der politisch erwünschten partnerschaftlichen Beziehungen wirkt.
Im Januar 2000 hat der BDWO den Arbeitskreis „Visaangelegenheiten” eingerichtet. Dem Arbeitskreis werden immer wieder neue Fälle zur Kenntnis gebracht, die belegen, daß die deutschen Auslandsvertretungen nicht nur nach gültigem Ausländerrecht und dem Schengener Abkommen verfahren, sondern über das nach diesen notwendige Maß hinaus verfahrensmäßige Hindernisse - beispielsweise bei der Erbringung der für Visaanträge verlangten Nachweise - aufrichten, statt den Menschen die bürokratische Abwicklung zu erleichtern. Es steht im Widerspruch zu allen politischen und diplomatischen Lippenbekenntnissen, nach denen Bürgerbegegnungen und der Ausbau der Austauschbeziehungen zu fördern sind, wenn gleichzeitig die Kontakte und Begegnungen auf beiden Seiten durch immer kompliziertere und oft überraschende neue Visaformalitäten behindert werden. Der Arbeitskreis hat bereits zum Weimarer Treffen des Petersburger Dialoges im Jahre 2002 einen Vorschlag für zehn einfache Veränderungen der Visapraxis gemacht:

  1. Ständige Akkreditierung aktiver Nichtregierungsorganisationen.
  2. Anerkennung von Einladungen in Form von Faxkopien.
  3. Verzicht auf „zusätzliche” Nachweise und Dokumente.
  4. Verzicht auf das mehrfache persönliche Erscheinen der Antragsteller.
  5. Freie Wahl der Auslandsvertretung fьr die Antragstellung in Rußland.
  6. Vereinfachung bei der Vergabe von Formularen.
  7. Konsequente Anwendung bestehender bilateraler Abkommen bei der Gebührenbefreiung für Projekte von Nichtregierungsorganisationen.
  8. Reduzierung der Gebühren bei Bürger- und Begegnungsreisen.
  9. Dauervisa für eine engagierte Partnerschaftsarbeit.
  10. Verzicht auf zusätzliche Gebühren und unnötige behördliche Genehmigungen bei Einladungen.
Peter Franke, Berlin

 

Visa Resolution — Beschluß zur Visavergabe auf der 9. Deutsch-Russischen Städtepartnerkonferenz in Hamburg am 15.-16. Juni 2007

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